Allgemeine Geschäftbedingungen
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Allgemeine Geschäftsbedingungen für Blur & Go
Gültig ab: 01.03.2026
Willkommen bei Blur & Go. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für die Nutzung unserer Website sowie für alle Bestellungen und Dienstleistungen. Mit dem Besuch unserer Website und der Aufgabe einer Bestellung erklären Sie sich mit diesen AGB einverstanden.
Artikel 1 – Begriffsbestimmungen
Im Sinne dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten folgende Begriffe:
Widerrufsfrist:
Der Zeitraum, innerhalb dessen der Verbraucher von seinem gesetzlichen Widerrufsrecht Gebrauch machen kann.
Verbraucher:
Jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.
Tag:
Kalendertag.
Dauerschuldverhältnis:
Ein Fernabsatzvertrag über eine Reihe von Produkten und/oder Dienstleistungen, bei dem die Liefer- und/oder Abnahmeverpflichtungen über einen bestimmten Zeitraum verteilt erfolgen.
Dauerhafter Datenträger:
Jedes Medium, das es dem Verbraucher oder Unternehmer ermöglicht, persönlich an ihn gerichtete Informationen so zu speichern, dass sie für einen angemessenen Zeitraum zugänglich sind und unverändert wiedergegeben werden können.
Widerrufsrecht:
Das Recht des Verbrauchers, den Fernabsatzvertrag innerhalb der gesetzlichen Widerrufsfrist ohne Angabe von Gründen zu widerrufen.
Unternehmer:
Die natürliche oder juristische Person, die Verbrauchern Produkte und/oder Dienstleistungen im Fernabsatz anbietet.
Fernabsatzvertrag:
Ein Vertrag, der im Rahmen eines vom Unternehmer organisierten Fernabsatzsystems ausschließlich unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln bis einschließlich des Vertragsabschlusses zustande kommt.
Fernkommunikationsmittel:
Jedes Kommunikationsmittel, das zum Abschluss eines Vertrags verwendet werden kann, ohne dass Verbraucher und Unternehmer gleichzeitig persönlich anwesend sind.
Allgemeine Geschäftsbedingungen:
Die vorliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Unternehmers.
Artikel 3 – Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für jedes Angebot des Unternehmers sowie für jeden zwischen Unternehmer und Verbraucher geschlossenen Fernabsatzvertrag und jede Bestellung.
Vor Abschluss des Fernabsatzvertrags wird dem Verbraucher der Text dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen zur Verfügung gestellt. Ist dies ausnahmsweise nicht möglich, wird der Verbraucher vor Vertragsabschluss darauf hingewiesen, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen beim Unternehmer eingesehen werden können und ihm auf Wunsch kostenlos zugesandt werden.
Wird der Vertrag auf elektronischem Wege geschlossen, können diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen dem Verbraucher vor Vertragsabschluss auch elektronisch in einer Weise zur Verfügung gestellt werden, die eine einfache Speicherung auf einem dauerhaften Datenträger ermöglicht. Ist dies nicht möglich, wird angegeben, wo die Bedingungen elektronisch eingesehen werden können und dass sie dem Verbraucher auf Wunsch kostenlos elektronisch oder auf anderem Wege übermittelt werden.
Sofern neben diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen besondere Produkt- oder Dienstleistungsbedingungen gelten, finden die vorstehenden Bestimmungen entsprechende Anwendung. Im Falle widersprüchlicher Bestimmungen kann sich der Verbraucher stets auf die für ihn günstigste Regelung berufen.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen ganz oder teilweise unwirksam oder nichtig sein oder werden, bleiben die übrigen Bestimmungen sowie der Vertrag hiervon unberührt. Die unwirksame Bestimmung wird im gegenseitigen Einvernehmen durch eine Regelung ersetzt, die dem wirtschaftlichen Zweck der ursprünglichen Bestimmung möglichst nahekommt.
Sachverhalte, die in diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht ausdrücklich geregelt sind, sind nach Sinn und Zweck dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu beurteilen.
Unklarheiten hinsichtlich der Auslegung oder des Inhalts einzelner Bestimmungen sind ebenfalls nach Sinn und Zweck dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen auszulegen.
Artikel 4 – Das Angebot
Ist ein Angebot zeitlich befristet oder an besondere Bedingungen geknüpft, wird dies ausdrücklich angegeben.
Alle Angebote sind freibleibend. Der Unternehmer ist berechtigt, Angebote jederzeit zu ändern oder anzupassen.
Das Angebot enthält eine vollständige und zutreffende Beschreibung der angebotenen Produkte und/oder Dienstleistungen. Die Beschreibung ist ausreichend detailliert, damit der Verbraucher das Angebot angemessen beurteilen kann. Verwendet der Unternehmer Abbildungen, stellen diese die angebotenen Produkte und/oder Dienstleistungen möglichst realitätsgetreu dar. Offensichtliche Irrtümer oder Fehler im Angebot sind für den Unternehmer nicht bindend.
Sämtliche Abbildungen, Spezifikationen und sonstigen Angaben dienen ausschließlich der Information und begründen keinen Anspruch auf Schadensersatz oder Rücktritt vom Vertrag.
Produktabbildungen geben die angebotenen Produkte möglichst naturgetreu wieder. Der Unternehmer kann jedoch nicht garantieren, dass die dargestellten Farben exakt den tatsächlichen Farben der Produkte entsprechen.
Jedes Angebot enthält alle Informationen, die für den Verbraucher erforderlich sind, um seine Rechte und Pflichten bei Annahme des Angebots eindeutig erkennen zu können. Hierzu gehören insbesondere:
-
der Gesamtpreis einschließlich aller Steuern;
-
gegebenenfalls anfallende Versandkosten;
-
die Art und Weise des Vertragsschlusses;
-
das Bestehen oder Nichtbestehen eines Widerrufsrechts;
-
Zahlungs-, Liefer- und Ausführungsbedingungen;
-
die Annahmefrist des Angebots oder die Dauer der Preisgarantie;
-
gegebenenfalls die Kosten der Fernkommunikation, sofern diese vom üblichen Basistarif abweichen;
-
ob der Vertrag nach Abschluss archiviert wird und wie der Verbraucher darauf zugreifen kann;
-
wie der Verbraucher die von ihm angegebenen Daten vor Vertragsabschluss überprüfen und gegebenenfalls berichtigen kann;
-
die Sprachen, in denen der Vertrag geschlossen werden kann;
-
gegebenenfalls geltende Verhaltenskodizes und deren elektronische Einsichtnahme;
-
die Mindestlaufzeit eines Dauerschuldverhältnisses.
Gegebenenfalls werden außerdem verfügbare Größen, Farben und Materialarten angegeben.
Artikel 5 – Vertragsschluss
Vorbehaltlich der Bestimmungen des Absatzes 4 kommt der Vertrag zustande, sobald der Verbraucher das Angebot annimmt und die hierfür geltenden Bedingungen erfüllt.
Hat der Verbraucher das Angebot elektronisch angenommen, bestätigt der Unternehmer den Eingang dieser Annahme unverzüglich auf elektronischem Wege. Solange diese Bestätigung nicht erfolgt ist, kann der Verbraucher den Vertrag widerrufen.
Wird der Vertrag elektronisch geschlossen, trifft der Unternehmer angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz der elektronischen Datenübertragung und sorgt für eine sichere Online-Umgebung. Sofern eine elektronische Zahlung möglich ist, werden geeignete Sicherheitsmaßnahmen angewendet.
Der Unternehmer ist berechtigt, im gesetzlich zulässigen Rahmen zu prüfen, ob der Verbraucher seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann sowie alle weiteren Tatsachen und Umstände zu berücksichtigen, die für einen verantwortungsvollen Vertragsabschluss relevant sind. Ergibt diese Prüfung berechtigte Gründe, ist der Unternehmer berechtigt, eine Bestellung oder Anfrage unter Angabe von Gründen abzulehnen oder die Ausführung des Vertrags an besondere Bedingungen zu knüpfen.
Spätestens bei Lieferung des Produkts oder der Dienstleistung erhält der Verbraucher schriftlich oder auf einem dauerhaften Datenträger folgende Informationen:
a. die Anschrift der Niederlassung des Unternehmers, an die sich der Verbraucher mit Beschwerden wenden kann;
b. die Bedingungen und Modalitäten zur Ausübung des Widerrufsrechts oder einen deutlichen Hinweis darauf, wenn das Widerrufsrecht ausgeschlossen ist;
c. Informationen über Garantien und den Kundendienst nach dem Kauf;
d. die in Artikel 4 genannten Informationen, soweit diese dem Verbraucher nicht bereits vor Vertragsabschluss zur Verfügung gestellt wurden;
e. die Voraussetzungen für die Kündigung des Vertrags, sofern dieser eine Laufzeit von mehr als einem Jahr oder eine unbestimmte Laufzeit hat.
Bei Dauerschuldverhältnissen gilt die Verpflichtung zur Übermittlung dieser Informationen nur für die erste Lieferung.
Jeder Vertrag wird unter dem Vorbehalt ausreichender Verfügbarkeit der bestellten Produkte geschlossen.
Artikel 6 – Widerrufsrecht
Beim Kauf von Produkten hat der Verbraucher das Recht, den Vertrag innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beginnt am Tag nach Erhalt der Ware durch den Verbraucher oder einen von ihm benannten Dritten, der nicht der Beförderer ist.
Während der Widerrufsfrist hat der Verbraucher die Ware und deren Verpackung sorgfältig zu behandeln. Er darf die Ware nur insoweit auspacken oder benutzen, wie dies erforderlich ist, um ihre Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise festzustellen.
Macht der Verbraucher von seinem Widerrufsrecht Gebrauch, hat er die Ware einschließlich sämtlichen gelieferten Zubehörs – soweit vernünftigerweise möglich – in ihrem Originalzustand und in der Originalverpackung gemäß den vom Unternehmer erteilten angemessenen und klaren Anweisungen zurückzusenden.
Der Verbraucher muss den Unternehmer innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware schriftlich oder per E-Mail über seinen Entschluss informieren, den Vertrag zu widerrufen.
Nach Mitteilung des Widerrufs hat der Verbraucher die Ware innerhalb von weiteren 14 Tagen zurückzusenden.
Der Verbraucher trägt die Beweislast dafür, dass die Ware rechtzeitig zurückgesandt wurde, beispielsweise durch Vorlage eines Versandnachweises.
Erfolgt weder die Mitteilung des Widerrufs innerhalb der genannten Frist noch die rechtzeitige Rücksendung der Ware, gilt der Kauf als endgültig.
Artikel 7 – Kosten im Falle des Widerrufs
Macht der Verbraucher von seinem Widerrufsrecht Gebrauch, trägt er die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Produkte.
Hat der Verbraucher bereits Zahlungen geleistet, erstattet der Unternehmer diese unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 14 Tagen nach Eingang des Widerrufs.
Die Rückzahlung erfolgt unter der Voraussetzung, dass die Ware bereits beim Unternehmer eingegangen ist oder der Verbraucher einen eindeutigen Nachweis über die vollständige Rücksendung erbracht hat.
Artikel 8 – Ausschluss des Widerrufsrechts
Der Unternehmer kann das Widerrufsrecht für die nachfolgend genannten Produkte ausschließen, sofern dieser Ausschluss im Angebot oder spätestens vor Abschluss des Vertrags ausdrücklich angegeben wurde.
Ein Ausschluss des Widerrufsrechts ist ausschließlich möglich bei Produkten:
a. die nach den individuellen Vorgaben des Verbrauchers angefertigt wurden;
b. die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnitten sind;
c. die aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht zur Rücksendung geeignet sind;
d. die schnell verderben oder deren Verfallsdatum schnell überschritten würde;
e. deren Preis von Schwankungen auf den Finanzmärkten abhängt, auf die der Unternehmer keinen Einfluss hat;
f. einzelne Zeitungen oder Zeitschriften;
g. Audio-, Videoaufzeichnungen oder Software, deren Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde;
h. Hygieneprodukte, deren Versiegelung nach der Lieferung geöffnet oder entfernt wurde.
Ein Ausschluss des Widerrufsrechts ist außerdem möglich bei Dienstleistungen:
a. im Bereich Beherbergung, Beförderung, Gastronomie oder Freizeitveranstaltungen, sofern für die Leistung ein bestimmter Termin oder Zeitraum vorgesehen ist;
b. deren Ausführung mit ausdrücklicher Zustimmung des Verbrauchers bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen hat;
c. im Zusammenhang mit Wetten oder Lotterien.
Artikel 9 – Preise
Während der im Angebot angegebenen Gültigkeitsdauer werden die Preise der angebotenen Produkte und Dienstleistungen nicht erhöht, ausgenommen Preisänderungen aufgrund gesetzlicher Änderungen der Mehrwertsteuer.
Abweichend hiervon kann der Unternehmer Produkte oder Dienstleistungen, deren Preise von Schwankungen auf den Finanzmärkten abhängig sind und auf die der Unternehmer keinen Einfluss hat, zu variablen Preisen anbieten. Auf diese Preisabhängigkeit sowie darauf, dass es sich gegebenenfalls um Richtpreise handelt, wird ausdrücklich hingewiesen.
Preiserhöhungen innerhalb von drei Monaten nach Vertragsabschluss sind ausschließlich zulässig, wenn sie auf gesetzlichen Vorschriften oder behördlichen Maßnahmen beruhen.
Preiserhöhungen nach Ablauf von drei Monaten nach Vertragsabschluss sind nur zulässig, sofern:
a. sie auf gesetzlichen Vorschriften oder behördlichen Maßnahmen beruhen; oder
b. der Verbraucher berechtigt ist, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preiserhöhung zu kündigen.
Alle im Angebot genannten Preise verstehen sich einschließlich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.
Sämtliche Preise stehen unter dem Vorbehalt von Druck-, Satz- und Schreibfehlern. Für die Folgen solcher offensichtlichen Fehler übernimmt der Unternehmer keine Haftung. Im Falle eines offensichtlichen Preisfehlers ist der Unternehmer nicht verpflichtet, das Produkt zum fehlerhaft angegebenen Preis zu liefern.
Artikel 10 – Vertragsgemäßheit und Gewährleistung
Der Unternehmer gewährleistet, dass die gelieferten Produkte und Dienstleistungen dem Vertrag, den im Angebot beschriebenen Spezifikationen sowie den zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses geltenden gesetzlichen Vorschriften entsprechen und die berechtigten Anforderungen an Qualität und Gebrauchstauglichkeit erfüllen.
Sofern ausdrücklich vereinbart, gewährleistet der Unternehmer außerdem, dass das Produkt auch für einen von der gewöhnlichen Verwendung abweichenden Zweck geeignet ist.
Eine vom Hersteller, Importeur oder Unternehmer gewährte Garantie lässt die gesetzlichen Gewährleistungsrechte des Verbrauchers unberührt.
Etwaige Mängel oder Falschlieferungen sind dem Unternehmer innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware schriftlich mitzuteilen.
Die Rücksendung mangelhafter Produkte hat möglichst in der Originalverpackung und in unbenutztem Zustand zu erfolgen.
Die Garantiefrist des Unternehmers entspricht grundsätzlich der vom Hersteller gewährten Garantiezeit. Der Unternehmer übernimmt jedoch keine Verantwortung für die Eignung der Produkte für einen bestimmten individuellen Verwendungszweck des Verbrauchers oder für Empfehlungen hinsichtlich ihrer Verwendung.
Die Garantie entfällt insbesondere, wenn:
-
der Verbraucher die gelieferten Produkte selbst repariert, verändert oder durch Dritte reparieren oder verändern lässt;
-
die Produkte unsachgemäß verwendet, außergewöhnlichen Bedingungen ausgesetzt oder entgegen den Anweisungen des Unternehmers oder den Hinweisen auf der Verpackung behandelt wurden;
-
der Mangel ganz oder teilweise auf gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anforderungen hinsichtlich der Art oder Qualität der verwendeten Materialien zurückzuführen ist.
Artikel 11 – Lieferung und Ausführung
Der Unternehmer wird bei der Entgegennahme und Ausführung von Bestellungen größtmögliche Sorgfalt walten lassen.
Als Lieferadresse gilt die vom Verbraucher bei der Bestellung angegebene Anschrift.
Unter Berücksichtigung der Bestimmungen in Artikel 4 dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen wird der Unternehmer angenommene Bestellungen schnellstmöglich, spätestens jedoch innerhalb von 30 Tagen ausführen, sofern keine längere Lieferfrist ausdrücklich vereinbart wurde.
Sollte sich die Lieferung verzögern oder eine Bestellung ganz oder teilweise nicht ausgeführt werden können, wird der Verbraucher hierüber spätestens innerhalb von 30 Tagen nach Aufgabe der Bestellung informiert. In diesem Fall ist der Verbraucher berechtigt, den Vertrag kostenlos zu kündigen und gegebenenfalls Schadensersatz nach den gesetzlichen Bestimmungen zu verlangen.
Im Falle einer Vertragsauflösung gemäß dem vorstehenden Absatz erstattet der Unternehmer den bereits gezahlten Betrag unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsauflösung.
Sollte die Lieferung eines bestellten Produkts unmöglich sein, bemüht sich der Unternehmer, einen gleichwertigen Ersatzartikel bereitzustellen. Spätestens bei der Lieferung wird der Verbraucher in klarer und verständlicher Weise darüber informiert, dass ein Ersatzprodukt geliefert wird. Bei Ersatzartikeln bleibt das gesetzliche Widerrufsrecht uneingeschränkt bestehen. Die Kosten einer etwaigen Rücksendung trägt der Unternehmer.
Das Risiko des Verlusts oder der Beschädigung der Produkte geht erst mit der Übergabe an den Verbraucher oder einen zuvor benannten Vertreter auf den Verbraucher über, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.
Artikel 12 – Dauerschuldverhältnisse: Laufzeit, Kündigung und Verlängerung
Kündigung
Der Verbraucher kann einen auf unbestimmte Zeit geschlossenen Vertrag über die regelmäßige Lieferung von Produkten oder Dienstleistungen jederzeit unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von höchstens einem Monat kündigen.
Ein auf bestimmte Zeit geschlossener Vertrag über die regelmäßige Lieferung von Produkten oder Dienstleistungen kann vom Verbraucher zum Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von höchstens einem Monat gekündigt werden.
Der Verbraucher kann die vorgenannten Verträge:
-
jederzeit kündigen und ist nicht auf einen bestimmten Kündigungszeitpunkt beschränkt;
-
auf dieselbe Weise kündigen, wie der Vertrag geschlossen wurde;
-
stets mit derselben Kündigungsfrist kündigen, die sich der Unternehmer selbst vorbehalten hat.
Verlängerung
Ein befristeter Vertrag über die regelmäßige Lieferung von Produkten oder Dienstleistungen darf nicht stillschweigend um eine weitere feste Laufzeit verlängert oder erneuert werden.
Abweichend hiervon darf ein Vertrag über die regelmäßige Lieferung von Tages-, Nachrichten- oder Wochenzeitungen sowie Zeitschriften stillschweigend um höchstens drei Monate verlängert werden, sofern der Verbraucher diesen verlängerten Vertrag zum Ende der Verlängerung mit einer Kündigungsfrist von höchstens einem Monat kündigen kann.
Ein Vertrag über die regelmäßige Lieferung von Produkten oder Dienstleistungen darf nur dann stillschweigend auf unbestimmte Zeit verlängert werden, wenn der Verbraucher ihn jederzeit mit einer Kündigungsfrist von höchstens einem Monat kündigen kann. Bei Verträgen über Zeitungen oder Zeitschriften, die weniger als einmal pro Monat geliefert werden, beträgt die Kündigungsfrist höchstens drei Monate.
Ein befristetes Probe- oder Kennenlernabonnement für Tages-, Nachrichten- oder Wochenzeitungen oder Zeitschriften endet automatisch mit Ablauf der vereinbarten Probezeit und wird nicht stillschweigend verlängert.
Laufzeit
Hat ein Vertrag eine Laufzeit von mehr als einem Jahr, kann der Verbraucher den Vertrag nach Ablauf eines Jahres jederzeit mit einer Kündigungsfrist von höchstens einem Monat kündigen, sofern gesetzliche Bestimmungen oder die Art des Vertrags dem nicht entgegenstehen.
Artikel 13 – Zahlung
Sofern nichts anderes vereinbart wurde, sind die vom Verbraucher geschuldeten Beträge innerhalb von sieben Werktagen nach Beginn der Widerrufsfrist gemäß Artikel 6 Absatz 1 zu bezahlen.
Bei Dienstleistungsverträgen beginnt diese Frist mit dem Erhalt der Vertragsbestätigung durch den Verbraucher.
Der Verbraucher ist verpflichtet, Fehler oder Unrichtigkeiten in den angegebenen Zahlungsdaten unverzüglich dem Unternehmer mitzuteilen.
Kommt der Verbraucher seiner Zahlungsverpflichtung nicht nach, ist der Unternehmer berechtigt, vorbehaltlich der gesetzlichen Bestimmungen angemessene und zuvor angekündigte Kosten in Rechnung zu stellen.
Artikel 14 – Beschwerdeverfahren
Beschwerden über die Ausführung des Vertrags sind innerhalb von sieben Tagen nach Feststellung des Mangels vollständig und klar beschrieben beim Unternehmer einzureichen.
Beim Unternehmer eingehende Beschwerden werden innerhalb von 14 Tagen nach Eingang beantwortet.
Erfordert die Bearbeitung einer Beschwerde voraussichtlich mehr Zeit, erhält der Verbraucher innerhalb dieser Frist eine Eingangsbestätigung mit einer Angabe darüber, wann eine ausführliche Antwort zu erwarten ist.
Kann eine Beschwerde nicht im gegenseitigen Einvernehmen gelöst werden, entsteht ein Streitfall, der nach den geltenden gesetzlichen Vorschriften behandelt wird.
Eine Beschwerde setzt die Verpflichtungen des Unternehmers nicht aus, sofern der Unternehmer dem Verbraucher nicht ausdrücklich schriftlich etwas anderes mitteilt.
Wird eine Beschwerde als berechtigt anerkannt, wird der Unternehmer nach eigenem Ermessen die gelieferten Produkte kostenlos ersetzen oder reparieren.
Artikel 15 – Anwendbares Recht und Gerichtsstand
Auf sämtliche Verträge zwischen dem Unternehmer und dem Verbraucher, auf die diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen Anwendung finden, findet ausschließlich niederländisches Recht Anwendung.
Dies gilt auch dann, wenn der Verbraucher seinen Wohnsitz außerhalb der Niederlande hat.